Kenough

Kirche in 1Live | 10.02.2024 | 00:00 Uhr

„I am Kenough“ steht auf dem

T-Shirt. Hab ich meiner besten Freundin geschenkt. Weil wir zusammen in dem

Kinofilm Barbie waren. Da stand dieser Slogan auf dem Sweater von Barbies

Freund Ken. „I am Kenough“. Das kann man

vielleicht übersetzen mit: Ich bin genug. Oder: So wie ich bin ist’s gut.

Ende Januar hat die „Academy

of Motion Picture Arts and Sciences“ für einen kleinen Aufreger gesorgt. – Das

sind die, die entscheiden, wer einen Oscar bekommt. – Der Film Barbie ist für

ein paar Oscars nominiert. Unter anderem für die beste männliche Nebenrolle:

Ken. Barbie selbst – also die Schauspielerin Margot Robbie – ist nicht

nominiert. In der Academy heißt es wohl: „I am Kenough“ – Ken reicht doch.

Schon merkwürdig. Da brennt

ein Hollywoodfilm ein krasses Feuerwerk zum Thema Frauenrechte, Feminismus,

Emanzipation, Solidarität, … ab. Für all das will ja die Figur Barbie

einstehen. Und der, der den Oscar kriegen soll, das ist der Mann. Ken. Der Typ,

der außer Beach eigentlich nichts kann. Während Barbie Mama sein kann und

Ärztin und Präsidentin und und und.

Danke für nichts, liebe

Academy sagt mein Feministinnenherz. Mein Christinnenherz sagt: Danke für

alles. Denn mit Ken verbinde ich seitdem ich im Kino war und den Film Barbie

geguckt habe, ein lautes und deutliches: Ich akzeptiere mich so wie ich bin. Mit

dieser Haltung kann ich mit mir selbst und mit anderen gut umgehen. Egal ob Oscar oder kein Oscar.

Sprecherin: Lisa

Kielbassa

Redaktion: Pfarrerin

Julia-Rebecca Riedel

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  • 10.2.2024
  • Julia-Rebecca Riedel
  • © Foto von Mirko Fabian auf Unsplash
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