Pfarrstellenrahmenkonzept

Tagung der Kreissynode Bonn am 11./12.11.2022

Kreissynode Bonn: Weichen gestellt für den Pfarrdienst 2030 in Bonn und Region

Bonn / November 2022:

Nun ist der Rahmen gesetzt. Nach intensiver Debatte und am Ende mit großer Mehrheit hat sich die Bonner Kreissynode auf ein Konzept für die Verteilungen der Pfarrstellen 2030 verständigt. Zugleich beschloss das Kirchenparlament einstimmig eine Erklärung zur „Energiekrise und Armut“, die sich und andere in die Pflicht nimmt.
Bei den Pfarrstellen können die zwölf Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Bonn ab sofort in vier Kooperationsräumen planen und sollen sich hier deutlich enger und das nicht nur im Pfarrdienst miteinander verbinden (1. Bornheim und Alfter, 2. Bonner Norden, 3. Bonner Westen sowie 4. Bonn Innenstadt und Süden). Die für 2030 von der Landeskirche festgesetzten 14,5 Pfarrstellen verteilen sich: 11,5 in den Gemeinden und drei auf kreiskirchlicher Ebene. Dazu zählt auch die Krankenhausseelsorge. Durch die hohe Krankenhausdichte in Bonn sehen die Synodalen hier einen besonderen Bedarf.

Krankenhausseelsorge in Bonn besonders im Blick

„Wir stehen zur Krankenhauseelsorge auch unter den veränderten Rahmenbedingungen und werden für ausreichend hauptamtliche Kräfte sorgen“, erklärte der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius. Er kündigte weitere Gespräche mit der Landeskirche an, damit diese die besonderen Herausforderungen von Kirchenkreisen am Standort eines Universitätsklinikums stärker in ihrer Planung berücksichtigt. „Wir lassen da nicht locker.“ Zugleich beschloss die  Synode einstimmig, für Bonn ein Konzept zur Sicherung und Weiterentwicklung der Krankenhausseelsorge auf Kirchenkreisebene zu erarbeiten.

Das Pfarrstellenrahmenkonzept, zwei Jahre auf vielen Ebenen schon diskutiert und gereift und jetzt unter der Überschrift „Kirche im Quartier“ setzt auf den bestehenden Gemeindegrenzen auf, sieht aber Anpassungen an kommunalen Grenzen vor. Das betrifft im Bonner Kirchenkreis, der sich auch über die Kommunen Alter und Bornheim erstreckt, vor allem Gemeinden, die das Bonner Stadtgebiet und den Rhein-Sieg-Kreis verbinden. „Erst einmal ist nur der Rahmen gesetzt, die inhaltliche Ausgestaltung beginnt jetzt“, betonte Superintendent Pistorius immer wieder. Wichtig vor allem: Mit dem neuen Konzept können ab sofort auch wieder frei werdende Pfarrstellen dauerhaft besetzt werden. Schon 2024 soll es einen ersten Abgleich der Planungen mit den neusten Entwicklungen an Kirchenmitgliedern, zu erwartenden jungen Theologinnen und Theologen sowie den Finanzen geben.