Zukunft gestalten: Im Raum Bornheim-Alfter gründet sich am 1. Januar 2026 die
„Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge“.
Bornheim-Alfter, 06. Februar 2025
Zum 1. Januar 2026 soll im sogenannten „Kooperationsraum 1“ des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, der die Kommunen Alfter und Bornheim umfasst, eine neue Gemeinde mit dem Namen „Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge“ gegründet werden. Hiermit reagieren die Gemeinden auf veränderte Rahmenbedingungen und legen zugleich den Grundstein für eine gemeinsame, lebendige Zukunft.
Herausforderungen meistern – gemeinsam wachsen
Die kirchliche Landschaft verändert sich: Weniger Pfarrerinnen und Pfarrer stehen zur Verfügung, was die Strukturen vieler Gemeinden vor große Herausforderungen stellt. Der Evangelische Kirchenkreis Bonn etwa wird bis 2030 mit 11,5 Gemeindepfarrstellen auskommen müssen – deutlich weniger als die derzeitigen 17,25.
Doch anstatt diese Entwicklung nur als Einschränkung zu sehen, wollen die Gemeinden dies als Chance nutzen, enger zusammenzurücken. Mit der Neugründung entsteht eine neue, größere Gemeinschaft, die sich den Herausforderungen der Zeit stellt und gleichzeitig ihre missionarische, diakonische und seelsorgerische Aufgabe ernst nimmt. „Gemeinsam aufbrechen“ kann nicht nur als Grundthema der biblischen Emmaus-Geschichte verstanden werden, sondern beschreibt einen wichtigen Aspekt im Selbstverständnis der neuen Gemeinde.
Ein Name mit Botschaft und Weitblick
Ein neuer Name ist mehr als nur eine formale Anpassung. Er ist Ausdruck dessen, wofür die neue Gemeinde stehen will. Im Herbst 2024 wurden alle Gemeindemitglieder dazu eingeladen, Vorschläge einzureichen – eine Gelegenheit, die auf große Resonanz stieß. Innerhalb von vier Wochen gingen 62 Namensvorschläge ein, viele davon mit ausführlichen Begründungen.
Die Auswahl erfolgte nach klaren Kriterien: Der Name sollte sich an der biblischen Tradition orientieren, verständlich und identitätsstiftend sein, keine Überschneidungen mit benachbarten Gemeinden aufweisen und offen für zukünftige Veränderungen bleiben. Schließlich fiel die Wahl auf „Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge“.
Die Emmaus-Geschichte aus dem 28. Kapitel des Lukas-Evangeliums ist eine der zentralen Erzählungen des Neuen Testaments. Sie handelt von den Jüngern, die nach den Ereignissen von Karfreitag und Ostern zunächst enttäuscht und verzweifelt sind, dann aber auf ihrem Weg neue Hoffnung und Gemeinschaft mit Christus finden. Dieser Weg – geprägt von Zuhören, Auslegen biblischer Geschichten und dem Erleben von Gottes Nähe in der Gemeinschaft – symbolisiert Kernaufgaben der Kirche und des Miteinanders der neuen Gemeinde. Der Name ‚Emmaus‘ macht deutlich, dass Kirche sich an den Sorgen und Nöten der Menschen orientiert, ihnen zuhört und gemeinsam mit ihnen nach Perspektiven sucht.
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Karsten Thon (Leiter Fusionsprojekt)
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